Adhs, Kiss, frühkindliche Reflexe und andere Themen der Kindesentwicklung
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Frontal21



 
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Ute



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 12.05.2009, 21:21    Titel: Frontal21 Antworten mit Zitat
Ritalin, Strattera, ...

Alles total harmlos. Traurig
Nutzen wissenschaftlich erwiesen. Geschockt

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/9/0,1872,7586409,00.html

Fazit: Pillen nutzen den Lehrern, weil die Kinder dann ruhiger sind.
_________________
Wenn du ein Schiff bauen willst,
fang nicht an Holz zusammenzutragen, Bretter zu schneiden und Arbeit zu verteilen,
sondern wecke in den Männern die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.
Antoine de Saint-Exupery
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Amaryllis



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 18.02.2007
Beiträge: 243
Wohnort: Raum Osnabrück

BeitragVerfasst am: 13.05.2009, 08:09    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Ute!

Hast du den Beitrag gesehen?
Es war doch gerade umgekehrt, daß der (immer zunehmende)Medikamenteneinsatz stark kritisiert wurde?!
Eltern, Lehrer und andere Betreuungspersonen kamen zu Wort, die die Kinder teilweise nach der Einnahme nicht wiedererkannten.
Auch der Hirnforscher Prof. Hübner sprach sich dagegen aus, weil die Medikamente keine neuen Verhaltensstrukturen im Gehirn anlegen können.
Ich fand den Beitrag (genauso wie es in der Inhaltsangabe in deinem Link steht) gut, weil kritisch gehalten und eben die Gründe und Nebenwirkungen des sorglosen Einsatz hinterfragt wurden. Was natürlich gefehlt hat, waren die Alternativen zum Medikamenteneinsatz. Da kam nur ein Mini-Beispiel aus italienischen Schulen, in denen die Lehrer im Umgang mit auffälligen Kindern geschult werden.

Schöne Grüße, Amaryllis.
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Ute



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 13.05.2009, 08:49    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

ja, ich habe das genauso gesehen wie du. Das wollte ich mit den Smilies signalisieren.

Die Kritik am Medikamenteneinsatz kam rüber, Alternativen wurden nicht aufgezeigt. Die Italiener regeln das wohl hauptsächlich auf der Verhaltensschiene.
Warum ist das nur so schwer, nach Ursachen zu suchen?

Das anschließende Chat war die Katastrophe. Die Eltern regten sich auf, dass ihr Wundermittel angegangen worden war, Vom Experten las ich kaum etwas. Das einzige, was angeblich Nutzen zeigt, war Neurofeedback.
Alles lief völlig chaotisch und unmoderiert.

Grüße
Ute
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Antoine de Saint-Exupery
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Franing



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Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 403
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 13.05.2009, 11:21    Titel: Antworten mit Zitat
Habe den Beitrag leider nicht gesehen, aber gerade durchgelesen.

Was mich bissel stört, sind wieder diese Extremfälle.
Das die Erzieher schon bei einem 4jährigen auf Ritalingabe drängen oder die Lehrer es verteilen. Das sind doch Ausnahmen oder?

Wobei es schon gravierende Unterschiede in der Diagnose gibt.

Für mich ist ADHS oder die neue Modediagnose Asperger inzwischen eine Diagnose, die gestellt wird, wenn die Ärzte nicht mehr weiterwissen.

Das wirklich Schlimme dabei ist, das die ganzen alternativen Ursachen wie KISS, frühkindliche Reflexe, Winkelfehlsichtigkeit usw. von den Schulmedizinern bezweifelt bzw. nicht akzeptiert werden.
Und viele meinen ja immer noch, die Krankenkassen würden doch alles, was gut ist und hilft, bezahlen. - ergo kann etwas, was die Kasse nicht zahlt, nicht gut sein.

Grüße Franing
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Ute



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 13.05.2009, 11:35    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Franka,

damit hast du zusammengefasst, was mich seit 4 Jahren bewegt.

Oft kommt noch das Argument, dass das, was die Kasse bezahlt, wissenschaftlich erwiesen ist, die "Exoten" eben nicht. Aber das ist ja auch kein Wunder. Wenn die Pharmalobby nicht dahinter steht, fehlt das Budget für umfassende Untersuchungen. Allerdings ist die Geschichte jedes Kindes anders, nicht bei jedem muss das gleiche helfen. Das verdirbt die statistische Quote. Geld und Zeit für individuelle Suche ist nicht vorgesehen.
Also gibt es nur Kohle für die effektivste Symptombehandlung. Ursachenforschung bleibt auf der Strecke, und die Kinder leiden. Nicht umsonst blühen die entsprechenden Foren.

Grüße
Ute
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Antoine de Saint-Exupery
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Amaryllis



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Anmeldungsdatum: 18.02.2007
Beiträge: 243
Wohnort: Raum Osnabrück

BeitragVerfasst am: 13.05.2009, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Ute!

Ach so,dann habe ich deine Smilies mißverstanden... Winken !

Den anschließenden Chat habe ich mir nicht mehr angetan, ich habe mir schon gedacht, daß es da wieder chaotisch zugeht.

Schöne Grüße, Amaryllis.
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Franing



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Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 403
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 14.05.2009, 10:23    Titel: Antworten mit Zitat
Zitat:
Oft kommt noch das Argument, dass das, was die Kasse bezahlt, wissenschaftlich erwiesen ist, die "Exoten" eben nicht. Aber das ist ja auch kein Wunder. Wenn die Pharmalobby nicht dahinter steht, fehlt das Budget für umfassende Untersuchungen. Allerdings ist die Geschichte jedes Kindes anders, nicht bei jedem muss das gleiche helfen. Das verdirbt die statistische Quote. Geld und Zeit für individuelle Suche ist nicht vorgesehen.


Außer dem fehlenden Budget sehe ich noch ein anderes Problem
Z.B. geht es ja bei der Homöopathie nicht nur ums Symptom, sondern es wird der Mensch betrachtet und deshalb kann es sein, das 2 Menschen für das selbe Symphtom 2 unterschiedliche Globulis bekommen. Wie will man das Doppelblindstudien berücksichtigen??


Ich bin echt froh, das wir unsere Heilpraktikerin haben. Gestern waren wir wieder dort. Erst war ich etwas geknickt, da Sohnemann wieder ein paar Belastungen hatte. Allerdings nur Kleinigkeiten. Ich bin immer wieder begeistert, das sie das so genau abfragen kann. Bei mir kam raus, das wieder was auf den Gelenken ist, deswegen habe ich wohl grad wieder mehr Probleme mit meiner Fußarthrose.

Grüße Franing
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Ute



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Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 14.05.2009, 10:54    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Franka,

ja, das mit den Doppelblindstudien meinte ich mit meinen statistischen Quoten und individuellen Ursachen. Sowas kann eine Massenabfertigung einfach nicht abfangen.

Und so viel ich von INPP auch halte: allein bei meinen beiden Kindern waren die Erfolge unterschiedlich, weil noch anderes dazu kam. Gegen Mobbing und psychische Einflüsse hilft es nun mal nicht, aber es hilft, einige der Faktoren zur reduzieren, die immer wieder dazu führen, dass die Kinder gemobbt werden. Irgendwo muss man anfangen und ggf. anderes nachschalten. Es gibt immer verschiedene Einflussfaktoren.

Grüße
Ute
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Antoine de Saint-Exupery
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moto-pferd




Anmeldungsdatum: 25.02.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 25.02.2013, 21:09    Titel: Antworten mit Zitat
Franing hat folgendes geschrieben:
Habe den Beitrag leider nicht gesehen, aber gerade durchgelesen.

Was mich bissel stört, sind wieder diese Extremfälle.
Das die Erzieher schon bei einem 4jährigen auf Ritalingabe drängen oder die Lehrer es verteilen. Das sind doch Ausnahmen oder?

Wobei es schon gravierende Unterschiede in der Diagnose gibt.

Für mich ist ADHS oder die neue Modediagnose Asperger inzwischen eine Diagnose, die gestellt wird, wenn die Ärzte nicht mehr weiterwissen.

Das wirklich Schlimme dabei ist, das die ganzen alternativen Ursachen wie KISS, frühkindliche Reflexe, Winkelfehlsichtigkeit usw. von den Schulmedizinern bezweifelt bzw. nicht akzeptiert werden.
Und viele meinen ja immer noch, die Krankenkassen würden doch alles, was gut ist und hilft, bezahlen. - ergo kann etwas, was die Kasse nicht zahlt, nicht gut sein.

Grüße Franing


So ist es! Wenn man als Motopädin aus einer Kita das Kind zum Arzt schickt mit dem Verdacht auf Entwicklungsschwierigkeiten wegen Reflexen, KISS und Co fühlen die sich auf den Schlips getreten da sie die Diagnose nicht selbst gestellt haben(auch wenn sie nie darauf gekommen wären), man hat eben nicht studiert. Dann kommt sowas wie die soll mal eine Gespenster sehen!!!
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Ute



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 2475

BeitragVerfasst am: 25.02.2013, 21:16    Titel: Antworten mit Zitat
Und dann stell dir mal vor, eine Mutter erklärt dem Fachleut (Medizin, Pädagogik, ...) , was mit ihrem Kind ist! Smilie
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Franing



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 09.07.2007
Beiträge: 403
Wohnort: Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: 26.02.2013, 09:32    Titel: Antworten mit Zitat
Zitat:
So ist es! Wenn man als Motopädin aus einer Kita das Kind zum Arzt schickt mit dem Verdacht auf Entwicklungsschwierigkeiten wegen Reflexen, KISS und Co fühlen die sich auf den Schlips getreten da sie die Diagnose nicht selbst gestellt haben(auch wenn sie nie darauf gekommen wären), man hat eben nicht studiert. Dann kommt sowas wie die soll mal eine Gespenster sehen!!!


Reflexe und Co gehören aber sicher nicht zur normalen Ausbildung als Motopädin oder???

Was mich noch interessieren würde:
Sprichst du mit den Eltern über deinen Verdacht? Wie reagieren die i.d.R.? Mehr aufgeschlossen oder abwehrend?

LG Franing
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